Eine große Hundekennerin und eine starke Persönlichkeit hat den Weg über die Regenbogenbrücke angetreten. Brav sitzen am Ende ihre 4-beinigen Lieblinge, allen voran der umtriebige Jonas. Sie werden sich freuen nun wieder Seit an Seit mit ihrem Frauchen durch die Lande zu ziehen. Aber wir werden Barbara schmerzlich vermissen. In der Ortsgruppe Düsseldorf war sie 16 Jahre lang Vorsitzende und hat diese mit sehr viel Charme, Herz und Humor geleitet. Die unzähligen monatlichen Klubabende erfüllte sie mit vielen Geschichten und Anekdoten aus dem hunde-menschlichen Leben. Sie konnte uns in ihrer humorigen Erzählweise Spaziergänge des Rhein-Rudels miterleben lassen, das anschließend die ganze Gruppe Tränen lachte. Oder die von Jonas, den außergewöhnlichen Mittelschnauzer pfs…… …. wie sie eines Tages beim Training der langen Flucht anfing zu lachen… nach dem Grund gefragt sagte sie; ‚das muss ja ein Bild sein…. da läuft eine ältere, weißhaarige Frau mit einem kleinen grauen Hund durch die Wiese und brüllt: „kommen Sie mit erhobenen Händen heraus, oder ich lass den Hund los“ (so hab ich die Geschichte in Erinnerung) ….. auf der Fährte plötzlich eine Maus dem Jonas direkt aus dem Loch ins Maul springt… verdutztes Gucken zum Prüfungsrichter Achilles, der das locker nahm und sagte:“lass ihn auffressen und dann neu ansetzen“ …. wie Jonas immer seinen Spaß daran hatte, seine ungewöhnlichen Körpermaße im Schutzdienst einzusetzen und dabei (schwer unterschätzt) das eine oder andere Mal den Helfer  umschubste …. der Jonas der sie auf Schritt und Tritt begleitete und sich souverän seinen Artgenossen näherte und was sie dann zum Anlass nahm und uns die Ausdrucksweise unserer Lieblinge noch näher zu bringen. Ein oder zweimal im Jahr gab es ihre Vorträge über Tagungen oder Seminare, die sie besucht hatte. Mit großer Wortgewandtheit  wandelte sie selbst schwierige oder langwierige Themen in genüssliches Lese- bzw. Hörvergnügen um. Viele dieser Vorträge wurden dann auch in der PuS abgedruckt…. apropos PuS…. ich denke, viele Leser nicken jetzt, wenn ich sage, dass ich als erstes IHRE RUBRIK, ihr Gedicht suchte und las! Meine persönlichen Erinnerungen gehen natürlich noch viel weiter. Ich trat in die Fußstapfen von Barbara. Aber nicht einfach so. Barbara bereitete mich intensiv auf die Aufgaben in der Ortsgruppe vor. Sie erklärte mir als absolutem Neuling die grundlegenden Abläufe des PSK, in allen Bereichen wie Sport, Ausstellung und Zucht. Ein unerschöpflicher Quell von genetischem Wissen, gepaart mit dem ausdrücklichen Willen, dass das Wissen ankommt und umgesetzt werden kann. So war Barbara. Sie war nie ein Oberlehrer sondern ihr lag etwas daran, dass jeder verstehen konnte, was sie vermittelte. Unendliche Stunden verbrachten wir beide mit Telefonaten über die Schnauzer, die ihre große Liebe waren. Ich kann mich sehr glücklich schätzen, diese außergewöhnliche Frau, die Grand Dame der Kynologie als Mentorin und Freundin gehabt zu haben. Barbara…. du fehlst uns sehr!

 

Andrea Briem

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